Die weißen Nächte des Postboten (OmdtU)

RUS 2014 // R Andrej Kontschalowskij // B Andrej Kontschalowskij, Elena Kiseljewa // K Aleksandr Simonow // S Sergej Taraskin // M Eduard Artemjew // D Aleksej Trjapitsyn, Irina Ermolowa, Timur Bondarenko, Viktor Kolobkow, Wiktor Berezin, Tatjana Silich // 101 Min.

Eine kleine Ansiedlung am nordrussischen Kenosero-See – hier lebt Ljoscha, der seinen bescheidenen Lebensunterhalt als Postbote verdient und die DorfbewohnerInnen auch mit Brot, ihrer Rente oder Wodka versorgt. Ihn verbindet eine stille Liebe mit einer ehemaligen Mitschülerin aus lang vergangenen Tagen, die ihren kleinen Sohn alleine großzieht, sich aber nach einem besseren Leben in der Stadt sehnt. Als eines Tages sein Außenbordmotor gestohlen wird, bedeutet das für Ljoscha eine Katastrophe – wie soll er nun arbeiten?

In poetischen Bildern zeigt Andrej Kontschalovskij in seinem ausschließlich mit LaiendarstellerInnen aus der Region gedrehten dokumentarischen Spielfilm die Schönheit der Natur im Kontrast mit der Verlorenheit des russischen Dorfes und der fragilen Welt der kleinen Leute.

Silberner Löwe des Filmfestivals Venedig 2014. Green Drop Award 2014.

Termine Münster
Sonntag, 28.02.2016, 17:00 Uhr, Eröffnung, Publikumsgespräch mit Drehbuchautorin Elena Kiseljewa // Mittwoch, 02.03.2016, 19:00 Uhr

Termin Düsseldorf
Mittwoch, 04.05.2016, 19:30 Uhr, Eröffnung, Regisseur Andrej Kontschalowskij ist angefragt.

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14+ (OmdtU)

RUS 2015 // R+B Andrej Sajzew // K Kirill Bobrow, Schandor Berkeschi // S Andrej Sajzew, Julia Batalowa // D Gleb Kaljuschnij, Uljana Waskowitsch, Olga Osollapinja, Alexej Filimonow, Dmitrij Barinow, Daniil Pikula, Elizaweta Makodonskaja // 106 Min.

Zärtlich streichelt Alex mit seinem Cursor über die geposteten Bilder von Wika. Seit er sie mit ihren Freundinnen gesehen hat, ist Alex völlig verknallt und denkt an nichts anderes mehr. Über ihr Profil in einem sozialen Netzwerk erfährt er viel über Wika. Sie ahnt davon nichts. Und sie scheint unerreichbar für Alex zu sein, denn ihre Schule und ihr Wohnblock sind Feindesland für ihn. Trotzdem wagt sich Alex in eine Disco an ihrer Schule und bittet Wika mutig um einen Tanz. Empört über den Eindringling verprügeln ihn die anderen Jungen. Doch dieser schlimme Vorfall hat sein Gutes. Wika meldet sich bei ihm und so nimmt eine zarte Liebesgeschichte ihren Lauf.

„Der Film erzählt die ebenso turbulente wie berührende Geschichte einer ersten Liebe in einer endlos weiten Hochhausvorstadt. Wenn hier auch manches an „Romeo und Julia“ erinnert: Zuletzt sind die Liebenden nicht im Tod vereint, sondern im Leben.“ – Berlinale 2015

Internationales Filmfestival „Voices“ 2015, Sympathiepreis des Publikums und Diplom für die Hauptdarsteller. Filmfestival Kinotavr 2015, Spezialpreis der Jury

Termine Münster
Freitag, 04.03.2016, 18:00 Uhr // Sonntag, 13.03.2016, 15:30 Uhr

Termin Düsseldorf
Mittwoch, 25.05.2016, 20:00 Uhr

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Das Ereignis. August 1991 (OmdtU)

RUS 2015 // R+B Sergei Loznitsa // 74 Min.

August 1991. Einige Hardcore-Kommunisten putschen gegen die Reform-Politik Gorbatschovs. Sie setzen den Präsidenten fest, besetzen die staatlichen Radio- und Fernsehsender. Anstelle von Nachrichten senden sie permanent Tschaikowskis „Schwanensee“. Panzer umstellen den Roten Platz. In Moskau versammeln sich die Massen ums Weiße Haus, bereit, die demokratische Opposition um Jelzin zu verteidigen. In Leningrad laufen Tausende von verängstigten und aufgeregten Menschen durch die Straßen, bauen Barrikaden. Der Putsch ist gescheitert. Das ist das Ende der 70-jährigen Herrschaft der Sowjets.

25 Jahre später zeichnet Sergei Loznitsa dieses Ereignis nach, das als Geburt der russischen Demokratie gilt. Was aber war die treibende Kraft hinter der Menge auf dem Schlossplatz in Leningrad? Sind wir Zeugen des Kollapses des Regimes oder seiner neuen Etikettierung? Wer sind die Menschen, die in die Kameras schauen: Sieger oder Besiegte?

„Wie schon bei Maidan gelingt dem Regisseur eine makellose künstlerische Inszenierung […]“ – Gonzalo Suárez, Cineuropa

„Wie alles in der Geschichte, ist Das Ereignis eine Aufzeichnung der verpassten Chancen, aber mit seiner Schwarz-Weiß-Fotografie und Loznitsas Blick für einen Moment intimer Gedanken selbst im Strudel der Veränderung, ist dies ein fesselnder, nüchterner und elegischer Dokumentarfilm.“ – John Bleasdale, CineVue

22. Filmfestival Venedig, 2015, außerhalb des Wettbewerbs. Internationales Filmfestival Riga 2015, 1. Preis. DOK Leipzig2015, Filmpreis Leipziger Ring

Termine Münster
Sonntag, 06.03.2016, 17:00 Uhr, nach dem Film Diskussion. Regisseur Sergei Loznitsa ist angefragt. // Mittwoch, 09.03.2016, 19:00 Uhr

Termin Düsseldorf
Sonntag, 08.05.2016, 17:00 Uhr , Regisseur Sergei Loznitsa ist angefragt.

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Ein Film über Aleksejew (OmdtU)

RUS 2014 // R+B Michail Segal // K Eduard Moschkowitsch // M Michail Segal // D Aleksandr Sbrujew, Aleksej Kapitonow, Tatjana Majst, Ksenija Radschenko, Darja Gutsul, Anastasija Popkowa, Andrej
Makarewitsch // 95 Min.

„Was ist Liebe?“, fragt Andrej Tarkowskij. Aleksejew lernt den berühmten Regisseur bei Dreharbeiten zu seinem Film „Andrej Rubljow“ kennen. Tarkowskijs Antwort wird von Aleksejew während des ganzen Films zwanghaft wiederholt. „Liebe ist, zu verstehen, was ein Mensch wirklich im konkreten Moment braucht … und es ihm zu geben.“ Dieser Satz wird zum Leitmotiv des Films und führt zu einem überraschenden und rührenden Ende.

Regisseur Michail Segal zeigt prägende Momente aus Aleksejews Leben – eines gewöhnlichen Ingenieurs und wenig erfolgreichen Lyrikers und Sängers. Er nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise in die 70er Jahre – die Tauwetterperiode in der Sowjetunion, voller kreativer Energie und Hoffnung auf politische Veränderungen. Sein spöttischer Blick auf die technische Intelligenz und auf die Bardenszene als politischer Rückzugsraum
zwischen Widerstand und Anpassung lässt dabei keine Sowjetnostalgie zu.

Korrespondentin Ksenia Reutowa nennt den Film „eine Kinosaga über die Barden, betrügerisch leicht, sehr ambitioniert und unglaublich schön.“

Ilja Miller (The Hollywood Reporter) vergleicht den Film mit „Inside Llewyn Davis“ der Brüder Coen: „Hier und dort zieht ein fiktiver Loser mit einer Gitarre durch eine große Stadt.“

Eröffnungsfilm auf den Filmfestivals „Kinotavr“ 2014. A. Tarkowskij Festival 2014. Internationales Moskauer Filmfestival 2014. Preis „Goldener Adler“ für die beste männliche Rolle an Aleksandr Sbrujew. XIII. Filmfestival „Vivat Kino Rossija“ Preis für das beste Drehbuch, Preis der Presse

Termine Münster
Donnerstag, 10.03.2016, 19:00 Uhr // Freitag, 18.03.2016, 19:00 Uhr

Termin Düsseldorf
Sonntag, 22.05.2016, 15:00 Uhr

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Engel der Revolution (OmdtU)

RUS 2014 // R Alexej Fedortschenko // B Alexej Fedortschenko, Denis Osokin, Oleg Lojewskij // K Sshandor Berkeschi // S Roman Waschenin // M Andrej Karasjew // D Daria Ekamasowa, Pawel Basow, Georgi Iobadze, Konstantin Balakirew, Oleg Jagodin, Alexej Solontschew // 113 Min.

Während der Russischen Revolution galt Polina Schneider als die Geheimwaffe der Bolschewiki. Jahre später, 1934, wird sie wieder für einen Sonderauftrag auserkoren: Sie soll die Chanten und Nenzen im Nordwesten der jungen Sowjetunion zum Kommunismus bekehren. Gemeinsam mit vier ehemaligen MitstreiterInnen – allesamt KünstlerInnen der Avantgarde – macht sie sich auf den Weg nach Sibirien und versucht mit ihren Mitteln, die Lehre Lenins durchzusetzen. Doch die indigene Bevölkerung hält hartnäckig an ihren jahrhundertealten schamanischen Ritualen fest.

„Engel der Revolution ist eine unglaublich reiche Erfahrung, denn es gibt kein einziges überflüssiges oder langweiliges Bild. Auch werden keine unausgegorenen Ideen vorgestellt. Eine Vielzahl von Ideen mit sardonischem Humor in aufwändigen Skizzen kondensiert […] beweisen Fedortschenkos visionäre Kraft.“ – Martin Kudlac, Twitchfilm

IFF Rotterdam 2015 (Signals: Everyday Propaganda), Marc´Aurelio of the Future (Rome Film Festival 2014), Preis für die beste Regie Kinotavr 2015, Preis der Gilde der Kritiker „Elefant“

Termine Münster
Sonntag, 13.03.2016, 17:00 Uhr, Regisseur Alexej Fedortschenko ist angefragt. // Donnerstag, 17.03.2016, 19:00 Uhr

Termin Düsseldorf
Mittwoch, 11.05.2016, 20:00 Uhr, Regisseur Alexej Fedortschenko ist angefragt.

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Autoaffären (DF)

UdSSR 1966 // R Eldar Rjasanow // B Emil Braginskij, Eldar Rjasanow // K Anatolij Mukasej, Wladimir Nachabzew // S Jekaterina Owsjannikowa // M Andrej Petrow // D Innokentij Smoktunowski, Oleg Efremow, Ljubow Dobrschanskaja, Anatolij Papanow, Olga Arosewa, Andrej Mironow // 94 Min.

Eine Hommage an den im November 2015 verstorbenen Regisseur Eldar Rjasanow: Er war einer der bekanntesten und beliebtesten Filmemacher der Sowjetunion und Russlands, ein Meister liebevoller gesellschaftskritischer Komödien, die in Russland jeder kennt.

Juri Dedotschkin, der Protagonist der Autoaffären, ist ein Robin Hood der Autodiebe. Eigentlich ist er Versicherungsmakler, verdingt sich jedoch nebenbei als Autoknacker. Dabei klaut er nur die Wagen von Schiebern, geschmierten Beamten und sonstigen Verbrechern. Den Gewinn aus dem Autokauf überweist er an Kinderheime. Doch er muss sich hüten, denn sein bester Freund, ein Polizist, ist ihm schon auf der Spur. Sie spielen in derselben Theatergruppe. Bei einer Shakespeare-Inszenierung kommt es zum Showdown. Literarische und filmische Vorbilder für die Figur des Juri Dedotschkin waren für Rjasanow Don Quichote, Charlie Chaplin und Dostojewskis Fürst Myschkin.

Ein gesellschaftskritischer Unterhaltungsfilm, der auch wegen der herausragenden schauspielerischen Leistung des berühmten Hamlet-Darstellers Innokenti Smoktunowski sehenswert ist.

Termine Münster
Mittwoch, 16.03.2016, 19:00 Uhr // Sonntag, 20.03.2016, 17:00 Uhr

Termin Düsseldorf
Sonntag, 15.05.2016, 17:00 Uhr

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Leviathan (OmdtU)

RUS 2014 // R Andrey Zvyagintsev // B Oleg Negin, Andrey Zvyagintsev // K Mikhail Krichman // M Philip Glass // D Aleksey Serebryakov, Roman Madyanov, Vladimir Vdovichenkov, Elena Lyadova, Sergey Pokhodaev // 142 Min.

Kolya lebt in einem Dorf in der Nähe der Barentsee in Nord-Russland. Er betreibt eine kleine Autowerkstatt, die gleich neben seinem Haus gelegen ist, wo er mit seiner jungen Frau Lilya und seinem Sohn Roma aus erster Ehe lebt. Ihr ruhiger Alltag erfährt ein plötzliches Ende, als der korrupte Bürgermeister des Dorfes sich die Werkstatt, das Haus und das Land unter den Nagel reißen will. Zunächst bietet er Kolya Geld, aber der lehnt entschieden ab. Er will nicht alles verlieren, was er besitzt. Nicht nur das Land, sondern auch die landschaftliche Schönheit, die ihn seit den Tagen seiner Geburt umgibt. Als der Bürgermeister in seinem Vorgehen immer skrupelloser wird, bittet Kolya seinen Freund Dmitri, der Anwalt in Moskau ist, ihm zu helfen. Er ahnt nicht, dass dieser Schritt sein Leben für immer verändern wird …

„Leviathan“ ist eine moderne Erzählung der biblischen Geschichte von Hiob im heutigen Russland. „Leviathan“ ist auch Thomas Hobbes‘ Ordnungsmacht, gestrandet und machtlos gegen Willkür und Korruption.

Preis für das beste Drehbuch auf dem 67. Filmfestival Cannes 2014.
Preis für den besten internationalen Film auf dem 32. Internationalen Filmfest München 2014.
Golden Globe 2015 für den besten fremdsprachigen Film.
Nominiert für den Oscar® 2015.

Termin Düsseldorf
Sonntag, 29.05.2016, 17:00 Uhr

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Test (ohne Dialoge)

RUS 2014 // R Aleksandr Kott // B Aleksandr Kott // K Lewan Kapanadze // S Karolina
Maciejewska // M Aleksey Aygi // D Elena An, Danila Rassomakhin, Karim Pakachakov,
Narinman Bekbulatov-Areshev // 95 Min.

Das Jahr 1953. Elisabeth II. wird in Großbritannien gekrönt, in Kuba beginnt die Revolution und auf dem Kernwaffentestgelände Semipalatinsk wird die erste sowjetische Atombombe getestet. Von all diesen Dingen weiß die junge Kasachin Dinara nichts. Gemeinsam mit ihrem Vater wohnt sie in der Steppe unweit von Semipalatinsk. Niemand kann die ewige Ordnung stören. Jeden Morgen fährt der Vater zur Arbeit. Sie bleibt allein zurück, wartet auf den Vater. Alles ändert sich für Dinara, als der blassblonde Moskauer Maxim vor ihrem Fenster auftaucht. Zwischen den beiden entsteht eine Bindung, die sich ganz
wortlos festigt und Maxim dazu veranlasst, gegen den Jungen zu kämpfen, dem Dinara versprochen ist. Keiner von ihnen erahnt die Katastrophe, die ihnen durch das Testprogramm in nächster Nähe bevorsteht.

„Test“ ist ein Film ohne verbale Kommunikation. „Stummfilme waren schon immer mein inneres Glück“, erklärt der Regisseur.

„Das stumme Manifest des Alexander Kott … Ein genial gemachter Film mit einer bis ins kleinste Detail gehenden visuellen Vollkommenheit.“ – Anton Dolin

Preis für die beste Kameraarbeit und Preis der Gilde der Kinokritiker auf dem Filmfestival Kinotavr, Sotschi.
Bester Kameramann: Levan Kapanadse, Internationales Festival des islamischen Films Kazan.
Preis für die höchste künstlerische Qualität und Publikumspreis auf dem 27. Internationalen Filmfestival in Tokio.
Grand Prix auf dem 51. Internationalen Filmfestival „Goldene Apfelsine“ in Antalya, Türkei.

Termine in Münster
Mittwoch, 11.03.2015, 19:00 Uhr // Sonntag, 15.03.2015, 17:00 Uhr
Zusatztermine in Dortmund, Kino im U, Küpferst. 3
Donnerstag, 26.03.2015, 20:00 Uhr // Sonntag, 29.03.2015, 15:00 Uhr

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Der Major (OmdtU)

RUS 2013 // R Yury Bykov // B Yury Bykov // K Kirill Klepalov // S Yury Bykov // D Denis Schwedov, Irina Nizina, Ilya Isayev, Dmitriy Kulitchkov, Boris Nevzorov, Kirill Poluchin // 99 Min.

Wenn du einmal die Linie überschritten hast, gibt es keinen Weg zurück.

An einem kalten Wintertag fährt Sergey Sobolev, Major bei der örtlichen Polizei, in das Krankenhaus, wo seine Frau ihr Kind zur Welt bringt. Aufgeregt vor Freude fährt er zu schnell und überfährt an einem
Fußgängerübergang einen Jungen, der stirbt. Der Major hat nur zwei Optionen: ins Gefängnis zu gehen oder das Verbrechen zu kaschieren. Sobolev entscheidet sich für einen Kompromiss mit seinem Gewissen und ruft einen Kollegen an, der ihm helfen soll. Aber die Sache wird chaotisch und als Sobolev schließlich seine Meinung ändert und für seine Tat gerade stehen will, ist es schon zu spät …

Der Film wurde in der Heimatstadt des Regisseurs, Nowomischtschurinsk im Gebiet Rjasan, Partnerstadt Münsters, gedreht.

Beste Regie, Internationalen Filmfestival in Bratislava 2013.
Spezialpreis für die beste Regie, Filmfestival Cottbus 2013.
Bester Film, beste Regie, beste künstlerische Leistung, Internationales Filmfestival Schanghai 2013.

Termine
Freitag, 13.03.2015, 18:00 Uhr // Montag, 16.03.2015, 20:00 Uhr

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Maidan (OmdtU)

UKR/NL 2014 // R Sergei Loznitsa // K Sergei Loznitsa, Sergiy Stefan Stetsenko, Mykhailo
Yelchev // S Danielius Kokanauskis, Sergei Loznitsa // 130 Min.

„Maidan“ dokumentiert die zivilen Aufstände gegen das Regime des ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowytsch, die im Winter 2013 / 2014 in Kiew stattfanden. Der Film folgt dem Fortgang der Revolution: von friedlichen Versammlungen einer halben Million Menschen auf dem Maidan zu den blutigen Straßenkämpfen zwischen Demonstranten und den Ordnungsmächten.

„Maidan“ ist das Porträt einer erwachenden Nation, die ihre eigene Identität wiederentdeckt. „Für ‚Maidan‘ schöpft Loznitsa aus seinen Erfahrungen im dokumentarischen wie im fiktiven Bereich. Wie in ‚Blockade‘ (2006), seiner Found-Footage-Aufarbeitung der Belagerung von St. Petersburg, nimmt er die große Gesamtsituation auseinander, um sie über diskrete Detailbeoachtungen neu zusammenzusetzen. Die formale Strenge und Nüchternheit wiederum gemahnt an seine beiden Spielfilme, vor allem ‚Im Nebel‘ (2011). Auch die sich mit der Eskalation der Gefechte immer wieder über die Bilder ergießenden Wolken aus Rauch, Gas und Dampf, die klare Linien verundeutlichen, leichtes Erkennen verunmöglichen, erinnern an seinen letzten Cannes-Beitrag.“ – Nino Klingler, critic.de

Official Selection Special Screenings, Festival de Cannes 2014.
Bester Dokumentarfilm, Batumi International Art-House Film Festival, Georgien 2014.
Astra Film Grand Prize, Astra Film Festival, Rumänien 2014.
Bester Dokumentarfilm, Festival dei Popoli, Italien 2014.

Termine
Mittwoch, 18.03.2015, 19:00 Uhr, Regisseur Sergei Loznitsa ist anwesend und steht nach dem Film für ein Publikumsgespräch zur Verfügung //
Mittwoch, 25.03.2015, 18:30 Uhr

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Weißes Moos (OmdtU)

RUS 2014 // R Vladimir Tumayev // B Valerij Bakirov, Savva Minaev // K Dmitriy Kuvshinov // S Ekaterina Garkusha // M Syvatoslav Kurashov // D Evgeniy Sangadzhiev, Galina Tichonova, Irina Michaylova // 100 Min.

„Wеißes Moos“ erzählt vom Leben und den jahrhundertealten Traditionen der Nenzen. Dieses indigene Volk lebt am nordöstlichsten Rand des europäischen Russlands und im Nordwesten Sibiriens hinter dem Polarkreis in der rauhen Natur der Tundra. Die Geschichte des jungen Nenzen Aljoschka ist eine Verfilmung der Erzählungen der nenzischen Schriftstellerin Anna Nerkagi.

Aljoschkas Mutter hat eine Frau für ihn ausgewählt und besteht darauf, dass er sie heiratet, obwohl er immer noch auf seine große Jugendliebe wartet, die in die Stadt gezogen ist. Aber er ist der Erbe seines Stammes und seine Aufgabe ist es, die Traditionen dieses Geschlechts zu wahren. Seine Gefühle sind zerrissen. Er muss sich entscheiden zwischen seiner Liebe und dem Vermächtnis seiner Ahnen, die er nicht verraten darf.

Publikumspreis auf dem Internationalen Filmfestival Moskau 2014.

Termine
Freitag, 20.03.2015, 18:00 Uhr // Montag, 23.03.2015, 20:00 Uhr

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9 Tage und ein Morgen (OmdtU)

RUS 2014 // R Vera Storozheva // B Anna Kozlova, Vera Storozheva // K Michail Iskandarov // S Elena Afanaseva // D Anna Shtcherbina, Olga Popova, Xavier Gallais, Sergej Puskepalis, Gleb Puskepalis, Svetlana Toma // 87 Min.

Das Pariser Topmodel Anna kehrt in die russische Provinzstadt zurück, in der sie die ersten Jahre ihrer Kindheit in einem Waisenhaus verbracht hat. Vor vielen Jahren wurde sie von einem französischen Paar adoptiert. Jetzt ist sie erfolgreiches Fotomodell, tourt als „Charity-Botschafterin“ einer Kosmetiklinie durch Russland und verteilt Werbegeschenke an Waisenkinder. So verbringt sie auch einige Tage in ihrer Heimatstadt und besucht das örtliche Waisenhaus, wo ihre Erfolgsgeschichte eine Legende ist. Alle haben große Erwartungen an Anna, die diese nicht erfüllen kann. Während ihr Verlobter, der Fotograf Michel, trotz fehlender Sprachkenntnisse unbefangen auf die Menschen zugeht, ist Anna wie eine Fremde in der alten Heimat. Erst die Begegnung mit ihrer leiblichen Schwester, der gehbehinderten, übergewichtigen Ljuba, die ein einfaches Leben als Bademeisterin in der örtlichen Banja führt, löst bei Anna echte emotionale Reaktionen aus. Die Schwestern kommen sich näher und Anna möchte Ljuba helfen. Doch das Klischee vom hässlichen Entlein und dem Schwan erfüllt sich hier nicht. Auf den Spuren ihrer eigenen Vergangenheit und in Auseinandersetzung mit den Menschen des Städtchens stößt Anna an ihre Grenzen und es wird deutlich, dass sie sich selbst entfremdet ist. Führt sie wirklich das glücklichere Leben als die scheinbar benachteiligte Ljuba?

Iskandarovs Kameraführung zeigt die Kulisse von Rostov Veliki in ihrer malerischen Schönheit, ohne die Motive als primitives ländliches Paradies zu verklären. Ein liebenswertes und kitschfreies psychologisches Porträt zweier Schwestern.

Hauptpreis des 12. Festivals des vaterländischen Kinos „Moskovskaja Premjera“ (Publikumspreis).
22. Kinofestival „Fenster nach Europa“ in Vyborg: „Goldener Turm“ – 3. Platz in der Reihe „Vyborgskij Shet“ (Publikumspreis).
Preis für das beste Drehbuch des Medienkongresses „Gemeinschaft der Journalisten“, in Antalya, Türkei.

Termine
Sonntag, 22.03.2015, 17:00 Uhr // Freitag, 27.03.2015, 19:00 Uhr

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The Misunderstanding - Der Gast

D/RUS 2015 // R Nastya Molchanova // B Nastya Molchanova (nach Albert Camus) // K Daniel Nevsky // P Saint-Petersburg State University of Film and Television, Filmwerkstatt Münster // D Camilla Felicitas Nohl, Marion Bertling // 30 Min.

Nach zwanzig Jahren Abwesenheit kehrt Jan zu seiner Mutter und seiner Schwester zurück, die auf dem Land ein einsames Gasthaus bewirtschaften. Jan möchte erkannt werden, ohne seinen Namen zu nennen. Doch die beiden Frauen erkennen ihn nicht wieder und behandeln ihn wie einen gewöhnlichen Gast. In der Nacht kommt es infolge eines Missverständnisses zu einem Unglück – denn auch Mutter und Schwester tragen ein Geheimnis mit sich.

Nastya Molchanova
Geboren 1992 in Petropavlovsk-Kamchatsky, Russland. Sammelte bereits in der Schulzeit erste Erfahrungen im Bereich der Fotografie sowie der darstellenden Kunst. Studiert seit 2010 Filmregie an der Saint-Petersburg State University of Film and Television, wo sie erste fiktionale sowie dokumentarische Kurzfilme drehte, die auf Festivals im In- und Ausland liefen. Mit ihrem Kurzfilm „Home delivery“ gewann sie den Hauptpreis des Hitchcock Filmfestivals in Moskau. 2013 nahm sie an einem internationalen Austauschprogramm teil und realisierte zwei Kurzfilme in London. Ihr erster längerer Kurzfilm „The Misunderstanding“, den sie im Herbst / Winter 2014 in Münster gedreht hat, ist in Zusammenarbeit mit der Filmwerkstatt Münster entstanden.

Termin
Sonntag, 29.03.2015, 17:00 Uhr, Welturaufführung

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Der Geograf hat den Globus versoffen (OmdtU)

RUS 2013 // R Alexander Weledinski // B Alexander Weledinski, Rauf Kubaev, Valeri Todorovski // K Wladimir Baschta // S Tatjana Prilenskaja // M Aleksej Subarjev // D Konstantin Chabenski, Jelena Ljadowa, Alexander Robak, Anfissa Tschernych // 120 min

Der junge Biologe Viktor Sluschkin arbeitet an einer Permer Schule als Geografielehrer, nicht aus Berufung, sondern aus Geldnot. Er kämpft mit den Schülern, hat Konflikte mit der Schulleitung und Probleme mit der Ehefrau. Er bringt seine kleine Tochter zum Kindergarten, feiert mit seinen Freunden und Freundinnen – und säuft gegen seine Einsamkeit, versäuft den Globus. Als ob das Leben in der Provinzstadt Perm nicht schwer genug wäre, macht sich Viktor zusammen mit seiner Schülergruppe zu einer abenteuerlichen Rafting-Tour auf einem der reißenden Flüsse des Ural-Gebirges auf. Der waghalsige Trip wird zu einer Grenzerfahrung, einer seelischen Reinigung von den verworrenen Widrigkeiten des tristen Alltags.

Viktor Sluschkin, großartig dargestellt von Konstantin Chabenski, ist weder Held noch Antiheld. Er lebt einfach und ungeachtet seiner Einsamkeit verliert er nie die Fähigkeit zu fühlen und zu lieben.

Vor dem Hintergrund der Kulissen einer postsowjetischen Industriestadt und den gewaltigen Dimensionen der unberührten Natur des Ural verdichten sich viele Motive zu einer Art Enzyklopädie des neuen russischen Lebens. Ein emotionales Drama mit viel Witz, Humor und Liebe zum Leben. Vorlage für das Drehbuch ist die gleichnamige Novelle des bekannten russischen Schriftstellers Alexej Iwanow.

1. Preis des russischen Filmfestivals Kinotavr, Bester Film des Internationalen Filmfestivals Cottbus, Publikumspreis auf dem Russischen Filmfestival in London. Vorgestellt auf den internationalen Filmfestivals in Cannes, Karlovy Vary, der russischen Filmwoche Berlin.

Termine in Münster
Freitag, 14.03.2014, 19:00 Uhr, Eröffnung // Sonntag, 16.03.2014, 15:30 Uhr
Termine in Düsseldorf
Samstag, 15.03.2014, 20:00 Uhr // Mittwoch, 19.03.2014, 17:45 Uhr

Die Hauptdarstellerin des Films, Anfissa Tschernych kommt zur Eröffnung der Filmtage am 14. März nach Münster und am 15. März nach Düsseldorf und beantwortet nach der Vorführung Fragen aus dem Publikum.

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Der Geograf hat den Globus versoffen

Vor uns die Sintflut. Ein apokalyptisches Märchen. (OmdtU)

RUS 2013 // R Taisia Igumentsewa // B Alexandra Golowina // K Alexander Tananow // S Gleb Nikulsky // D Sergej Abroskin, Maxim Witorgan, Irina Denisowa, Anna Rul, Jola Sanko, Juris Lauzynisch, Alina Sergeewa, Dmitri Kulitschkow // 101 min

Ein fiktives zeit- und ortloses russisches Dorf. Jeder kennt jeden. Ein älterer Hirte, Wasilitsch, kümmert sich die ganze Zeit um seine rehäugige Kuh namens Candy, die alte Kommunistin Oma Zina verflucht die Regierung, die verheirateten Frauen blicken neidisch auf die anderen Ehefrauen beziehungsweise deren Männer und der Erfinder Wanja unterhält die Kinder mit seinen genialen Geräten. Eines Tages hören die Dorfbewohner im Fernsehen die schreckliche Nachricht, dass eine ungeheure Sonneneruption stattgefunden hat. Die Menschheit habe nur noch 24 Stunden zu leben. Nachdem sie sich vom ersten Schock erholt haben, beschließen die Dorfbewohner, den Abschied vom Leben gemeinsam mit einer Weltuntergangsparty zu feiern. Tische werden aufgestellt, Kuchen gebacken. Einige treffen mutig letzte Lebensentscheidungen. Doch das Ende kommt nie. Die Dorfbewohner aber erkennen, dass das Leben, so wie es bisher war, zu Ende ist.

Eine märchenhaft turbulente und groteske Komödie nach dem Motto:
Das Ende der Welt – Fortsetzung folgt.

Internationales Filmfestival in Cannes, Russisches Filmfestival Kinotavr, Russisches Filmfestival in London.

Termine in Münster
Sonntag, 16.03.2014, 18:00 Uhr // Mittwoch, 19.03.2014, 19:00 Uhr
Termine in Düsseldorf
Sonntag, 16.03.2014, 20:00 Uhr // Donnerstag, 20.03.2014, 18:00 Uhr

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Vor uns die Sintflut. Ein apokalyptisches Märchen.

Das Meer (OmdtU)

RUS 2013 // R Alexandra Strelyanaya // B Alexandra Strelyanaya // K Alexandra Strelyanaya //
M Alexander Lanejew // D Taisiya Krammi, Ilja Rigin, Ljudmila Schevtschenko // 82 min

Inmitten des lauten Moskauer Lebens träumt er, ein junger Fotograf und Regisseur, immer von der unerschütterlichen Ruhe des Nordmeeres. Sie träumt am windigen Strand des Nordmeeres vom Himmel und etwas Unerreichbarem. Eines Tages beschließt er, sich aus der Hektik der Hauptstadt loszureißen. Dort in der herrlichen, aber rauen Landschaft der Kola Halbinsel begegnen sie sich endlich. In diesem Moment beginnt ihr Sommer, voller Zweifel, Freuden und Abenteuer. Sie wird seine Führerin zu den langsam verschwindenden Fischersiedlungen, deren Bewohner seit Hunderten von Jahren in Harmonie mit dem Meer leben, das ihr Lebensunterhalt ist und den Rhythmus ihres Lebens bestimmt.

Er nimmt die Menschen und die Landschaft mit der Kamera wahr, ein Film im Film, und wird langsam Teil ihres Lebens. Eine zarte Liebesgeschichte, aber nicht nur. Regisseurin Alexandra Strelyanaya fängt die nostalgische Atmosphäre einer verschwindenden Welt ein. Mit poetischen Bildern zieht sie das Publikum in den Bann der einfachen Schönheit der Natur.

Preis der Kinokritiker auf dem internationalen Festival für Debut-Filme „Geist des Feuers“ in Xanty Mansijsk 2013, IV Internationales Festival des jungen europäischen Kinos VOICES, Internationales Kinofestival in Karlovy Vary.

Termine in Münster
Freitag, 21.03.2014, 19:00 Uhr // Donnerstag, 27.03.2014, 19:00 Uhr
Termine in Düsseldorf
Dienstag, 25.03.2014, 18:00 Uhr // Mittwoch, 26.03.2014, 18:00 Uhr

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Das Meer

Die Nichtstuer (OmdtU)

RUS 2011 // R Andrej Sajzew // B Andrej Sajzew // K Iwan Finogejew // M Kino // D Anton Schagin, Andrej Schibarschin, Alexandra Tjuftej, Polina Filonenko, Richard Bonarjew, Igor Teplow, Polina Rajkina, Lisa Martines, Sascha Schpikow, Swetlana Schilenko // 93 min

„Nichtstuer“ – das ist nicht nur ein Song der legendären russischen Band „Kino“, sondern das sind auch Serjoscha und Sascha. Die beiden Freunde genießen das Leben in vollen Zügen, sonnen sich auf den Dächern Petersburgs, spielen Gitarre, schreiben Songs und feiern Partys bei Freunden in der Küche. Doch dann tritt die Liebe in ihr Leben, leider in Form ein und desselben Mädchens. Und plötzlich wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt, denn keiner von beiden kann jetzt noch ohne sie leben … So wird ein junger Poet geboren. Eine poetische Geschichte vom Erwachsenwerden, nach den Motiven der frühen Lieder der Rocklegende Viktor Zoj und seiner Band „Kino“ und unter dem Motto seines Songs: „Weiter handeln werden wir!“

Preis der Kinogilde beim Festival „Fenster nach Europa“ in Wyborg, dem zweiten Festival des russischen Films neben Kinotavr in Sotschi. Russische Filmwoche Berlin 2012.

Termine in Münster
Sonntag, 23.03.2014, 15:30 Uhr // Montag, 24.03.2014, 19:00 Uhr
Termine in Düsseldorf
Sonntag, 23.03.2014, 20:00 Uhr // Donnerstag, 27.03.2014, 18:00 Uhr

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Die Nichtstuer

Erzählungen (OmdtU)

RUS 2012 // R ​Michail Segal // B ​Michail Segal // K ​Eduard Moschkowitsch // S ​Michail Segal //
M ​Andzhej Petras // D ​Andrej Merslikin, Darja Nosik, Andrej Petrow // 105 min

Ein junger Schriftsteller gibt ein Manuskript mit vier Kurzgeschichten in einem großen Moskauer Verlagshaus ab. Dort bleibt es liegen und die vier Erzählungen beeinflussen auf mysteriöse Art und Weise das Leben derjenigen, die darin lesen. Vier Episoden zeigen in einer brillanten Satire Missstände in der russischen Gesellschaft: das Leben als Masterplan ganz unter Kontrolle (Befestigung der Welt), Schmiergelder, die ihren (Kreis-)Lauf durch alle Gesellschaftsschichten nehmen und der Staatspräsident als gottgleicher Schimmelreiter (Kreisverkehr), verrückte Polizisten und ein im wahrsten Sinne des Wortes zündender Puschkin (Energetische Krise), und sexuelle Leidenschaft konfrontiert mit bodenlosen Ignoranz (Eine Flamme wird entzündet).

Michail Segal, Schriftsteller und auch mit seinem zweiten Spielfilm „Erzählungen“ erfolgreicher Filmemacher ist außerdem einer der angesagtesten Videoclip-Regisseure Russlands. Er arbeitete mit den bekanntesten Rockbands und HipHop-Künstlern
zusammen: unter anderem mit „Kasta“, dessen Leadsänger Wladislaw Leschkewitsch nicht nur den Schriftsteller in „Erzählungen“ spielt, sondern auch Musik zum
Film beisteuerte.

Auszeichnungen u. a. 23. Offenes Russisches Filmfestival Kinotavr 2012: Preis für das beste Drehbuch, Russisches Filmfestival „Es lebe der russische Film“: Grand Prix, Teilnahme auf den Filmfestivals in London, Montreal, Cottbus

Termine in Münster
Sonntag, 23.03.2014, 17:30 Uhr // Freitag, 28.03.2014, 18:00 Uhr
Termine in Düsseldorf
Freitag, 21.03.2014, 20:00 Uhr // Sonntag, 30.03.2014, 20:00 Uhr

Der Regisseur Michail Segal ist am 21.03 in Düsseldorf und am 23 03. in Münster anwesend und steht nach dem Film für ein Publikumsgespräch zur Verfügung.

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Erzählungen

Die Zukunft des russischen Kinos - Kurzfilme von Studierenden der Filmhochschulen in Petersburg und Moskau

1. Bronsky (OmeU)
RUS 2012 // R+B+K Konstantin Selin // M Sergey Dudajew // Meisterklasse für Dokumentarfilm P. Medwedjew, Filmhochschule Sankt Petersburg // Dokumentarfilm // 26 min

Porträt des ungewöhnlich talentierten Krasnojarsker Schriftstellers Alexander Sarapow, der unter dem Pseudonym Bronsky schrieb. Er starb mit 24 Jahren.

Bronsky hat an zahlreichen Festivals teilgenommen und u. a. auf dem XI. internationalen Sankt Petersburger Festival für Debüt-Filme „Anfang“ den 1. Preis für den besten Dokumentarfilm gewonnen.

2. Das Opfer (Ome+russ.U)
RUS 2011 // R+B Anar Abbasow // K Sergey Dudajew // Filmhochschule VGIK Moskau, Meisterklasse A.E. Utschitel und A.I. Gelejn // Spielfilm // 25 min

Der Vater von drei Töchtern macht eine Wallfahrt zum Heiligen Berg, um ein Opfer zu bringen und Gott um einen Sohn zu bitten. Der Henker und das Opfer legen einen langen Weg zurück bis sie Gott näher kommen.

Ausgezeichnet unter anderem mit dem Preis für den besten Kurzfilm auf dem Festival ARTkino, Moskau 2011, und dem Spezialpreis der Jury auf dem Festival für Kurzfilme in Clermont Ferrand, Frankreich 2013.

3. Der Kohlschneider (Stummfilm)
RUS 2011 // R Wadim Winer // B Olesija Alexandrowa // K Sergey Dudajew // M Dovran Kalchodschaew // Filmhochschule Sankt Petersburg // Spielfilm // 9 min

Der Kohlschneider hat einen feinen Geschmack. Er ist Experte im Kohlschreddern und ein großer Liebhaber weiblicher Messer. Motto des Films: „Kraut, Kaninchen und ein bisschen Liebe“.

Ausgewählt für mehrere Festivals, u. a. Soirées du Cinema Russe à Bordeaux, Frankreich 2012, Internationales Festival für Kurzfilme OPEN CINEMA, Sankt Petersburg, 2012, Unabhängiges Festival europäischer Filme ECU, Paris, Frankreich 2012.

4. Die Theaterpause (OmeU)
RUS 2010 // R Marina Drinevskaja // Filmhochschule Sankt Petersburg // Spielfilm // 9 min

In der Theaterpause kann man nicht nur ein Tässchen Schokolade trinken und Be-ziehungen klären, sondern auch einen Apfel bekommen, der möglicherweise den Fortgang der weiteren Handlung verändert. Nach Motiven von Strindbergs Einakter „Die Stärkere“.

Termine in Münster
Montag, 17.03.2014, 19:00 Uhr // Mittwoch, 26.03.2014, 19:00 Uhr

Am 17.03. findet nach der Filmvorführung ein Publikumsgespräch per Skype-Liveschalte mit Konstantin Selin, dem Regisseur von “Bronsky”, statt.

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Kurzfilme: Die Zukunft des russischen Kinos

Die Mutter (Stummfilm mit Live-Musik)

SU 1926 // R Wsewolod Pudowkin // B Nathan Sarchi // K Anatolij Golownja // D Wera Baranowskaja, Nikolaj Batalow, Alexander Tschistjakow, Iwan Kowal-Semborski, Anna Semzowa // 82 min

Der nach dem gleichnamigen Roman Maxim Gorkis gedrehte Film spielt im Revolutionsjahr 1905. Pudowkin, Zeitgenosse und Rivale Eisensteins, spiegelt die gesellschaftliche Situation und ihre Radikaliseirung am Beispiel einer Arbeiterfamilie. Der alkoholabhängige Vater ist gegen die Revolutionäre, der Sohn Pawel versteckt Waffen für die Aufständischen in seinem Haus und bereitet einen Streik vor. Zwischen beiden steht die Mutter. Bei einer Hausdurchsuchung durch die zaristische Polizei verrät sie das Waffenversteck ihres Sohnes im naiven Glauben, ihn damit vor dem Gefängnis zu retten. Als der Sohn nach einem farcenhaften Gerichtsprozess zu Zwangsarbeit verurteilt wird, stellt sie sich auf die Seite der Revolutionäre. Nachdem die aufständischen Arbeiter die Gefangenen befreit haben, nehmen Pawel und die Mutter an der Demostration zum 1. Mai teil. Pawel trägt die rote Fahne in der ersten Reihe und wird erschossen. Die Mutter nimmt die rote Fahne, hält sie hoch …

„Pudowkins Stummfilm bedient sich auf geniale Weise dramatischer, lyrischer und agitatorischer Ausdrucksmittel, die zu musikalischen Strukturen organisiert sind und in einer furiosen Hymne auf die Macht der revolutionären Veränderung gipfeln.“ (Lexikon des internationalen Films) Nach dem Urteil einer internationalen Jury von 1958 zählt das Filmdrama zu den „sechs besten Filmen aller Zeiten“.

Das „Duo SeidenStrasse“ begleitet mit einer spannungsgeladenen Klangcollage aus kontrastreichen Industrialsounds und lyrischen Segmenten mit Vibraphon, Percussion & präparierten Harfen.

Chanyuan Zhao und Benjamin Leuschner sind in dieser Formation seit 2006 international unterwegs und verflechten europäische und asiatische Musikelemente zu einem neuen Klanguniversum.

Termin in Münster
Sonntag, 30.03.2014, 16:00 Uhr, Finissage
Termin in Düsseldorf
Samstag, 29.03.2014, 20:00 Uhr

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Die Mutter

Das Archiv der Russischen Filmtage ist noch im Aufbau

Hier bieten wir Ihnen in Kürze einen Überblick über die vergangenen Filme und Veranstaltungen der Russischen Filmtage seit 2009.

Informationen über die Russischen Filmtage Münster 2009-2013 finden Sie auch auf der Seite der Deutsch-Russischen-Gesellschaft Münster e.V.